Der Dom zu Worms

Der Dom zu Worms - Bild Nr. 201004231508
Westchor des Wormser Doms – Bild Nr. 201004231508

Worms – Blickt man auf die Stadt ganz im Süden Rheinhessens, kann man den romanischen Dom St. Peter als Wahrzeichen der Stadt nicht übersehen. Die  Türme des Gotteshauses überragen mit ihren 58 und 65 Metern alle anderen Gebäude. Mit seinen ca. 850 Jahren dürfte der Dom wohl auch das älteste noch erhaltene Gebäude in Worms sein. Bereits in den Jahren 1000 bis 1025 wurde an dieser Stelle der erste frühromanische Dom gebaut, der bereits die gleichen Ausmaße aufwies, wie der heutige. Bereits hundert Jahre später wurde dieser durch den spätromanischen Bau ersetzt. Der Umbau dauerte von 1125 bis 1181. Im 13. Jahrhundert wurde an der Südseite die Nikolauskapelle im gotischen Stil ergänzt und im Ostchor entstand Anfang des 18. Jahrhunderts der barocke Hochaltar von Balthasar Neumann.

Der Dom zu Worms - Bild Nr. 201004231498
Langhaus und Ostchor des Wormser Doms – Bild Nr. 201004231498

Im Inneren erscheint der Wormser Dom recht schlicht und sein spätromanischer Baustil der in seiner Höhe schon an die folgende Epoche der Gotik erinnert, wird durch barocke Elemente, wie z.B. dem Hochaltar im Ostchor, nicht völlig verfremdet. Zusammen mit den Domen in Mainz und Speyer, bilden die drei romanischen Kathedralen ein einmaliges Ensemble entlang des Rheines.

Der Dom zu Worms - Bild Nr. 201005162144
Westchor des Wormser Doms – Bild Nr. 201005162144

Ein Blick nach oben, wie hier in den Westchor und den davor liegenden Vierungsturm, bietet einen imposanten Eindruck von dem damaligen Baustil der Spätromanik, der zwar schon so hoch aber noch nicht so filigran wie die nachfolgende Gotik war. (Landkarte)


Nachtrag 19.11.2016: Auch wenn diese Bilder schon ein paar Jahre hier stehen, habe ich mich entschlossen Sie in das Projekt „Graustufe“ einzubringen. Das Thema im November 2016 lautet: Monumentalbauten. Der romanische Dom zu Worms ist eines der wenigen Gebäude in Rheinhessen, auf welches diese Beschreibung zutrifft.

Projekt GRAUSTUFE

13 Kommentare

  1. Wow, dieser Dom St. Peter ist eine wahre Schönheit und eignet sich Optimal für ein Schwarz/Weiß Foto denn man fühlt sich dadurch in einen andere frühere Zeit versetzt, das erste Foto gefällt mir unheimlich gut.

    Lg,
    Rewolve44

    1. Danke Barry!
      Das erste Foto ist auch mein Favorit. Es ist tatsächlich so, dass s/w eine Aufnahme irgendwie zeitlos macht. So kann man sich sich gedanklich besser in eine frühere Zeiten versetzen.

      LG, Georg

    1. Danke Esther!
      Ich freue mich immer, wenn nicht nur die Bilder gefallen, sondern auch die Informationen dazu. Das Informieren und Schreiben verschafft mir selbst noch einen stärkeren Bezug zu den Aufnahmen.

      LG, Georg

    1. Danke Klaus! 🙂
      Ich kann Dich beruhigen, was Du da siehst ist alles von dieser Welt. Aber der Wormser Dom fällt mit seiner schlanken und hoch aufragenden Architektur schon aus dem Rahmen des gewohnten.

      LG, Georg

  2. Auch wenn der Artikel schon alt ist 😉 Ein beeindruckender Dom und toll in S/W umgesetzt. Benutzt Du ein Tilt/Shift? Habe gerade auch Dein Tutorial zur Umsetzung gelesen – wirklich gut – kann ich nur weiterempfehlen!

    1. Vielen Dank! Ein Tilt-/Shift-Objektiv hatte ich mal und hatte es gelegentlich auch eingesetzt, aber bei den hochauflösenden Bildern heutzutage ist es auch kein Problem mehr die Aufnahmen in Lightroom nachträglich auszurichten, wenn man zuvor an der richtigen Stelle genug Freiraum lässt, damit nach der Entzerrung noch genug vom Motiv übrig bleibt. Auch hier sind das erste und zweite Bild in Lightroom „geshiftet“.

      LG, Georg

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