Halligbahn

Segellore auf Langeness - Bild Nr. 201204203418
Segellore auf Langeness – Bild Nr. 201204203418

Langeness – Die größte Hallig vor der norfriesischen Küste ist, zusammen mit der kleineren Hallig Oland, über einen Schienendamm mit Dagebüll am Festland verbunden. Der Damm für die Feldbahn mit 900 mm Spurweite wurde 1925 bis 1928 gebaut. Zwar gibt es auf diesem 9 km langen Schienenweg keinen öffentlichen Nahverkehr, aber der Schienenstrang dient dem Transport von Waren und Baumaterialien sowie der Post. Die einfachen Loren der Halligbewohner, alles sehr individuelle Eigenbauten,  werden seit den 1960er Jahren mit Benzin- oder Dieselmotoren angetrieben. Sie werden bei Bedarf auf die Schienen gestellt, und wenn sie gerade nicht in Gebrauch sind wieder heruntergehoben. Der Lorenbahnhof, wenn man den Platz mal so nennen möchte, befindet sich im Osten von Langeness. Von dort verläuft der Schienenstrang über Oland hin zum Festland.

In früherer Zeit, als die Loren noch nicht motorisiert waren, nutzte man die Kraft des Windes für den Transport über den Damm. Der Nachbau einer solchen Segellore (im Bild) steht auf dem Deich der Ketelswarf vor dem Kapitän-Tadsen-Museum, und erinnert an die Anfangszeit der Lorenbahn.

Linkempfehlung:
Auf Schienen über den Damm (Homepage Hotel Anker’s Hörn, Langeness)
Video (Youtube): Die Lorenbahn zur Hallig Oland

2 Kommentare

  1. Hallo Georg,
    sehr interessanter Beitrag! Ich liebe alles was vom hohen Norden kommt. Deshalb bin ich auch froh, dass ich hier in der Schweiz den NDR TV Sender habe. Erst kürzlich war ein Beitrag über diese Loren zu sehen!
    Liebe Grüsse
    Esther

    1. Norddeutschland im Allgemeinen und die Halligen im Besonderen sind natürlich ein großer Kontrast zur Schweiz. Aber ich kann Deine Begeisterung gut verstehen. Für mich sind es zwar auch einige hundert Kilometer, bis ich im Norden bin, aber das hält mich nicht davon ab, immer wieder dort hin zu fahren. Der Besuch auf der Hallig im letzten Jahr war für mich sehr beeindruckend. Da muss ich unbedingt mal wieder hin.

      LG, Georg

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