{"id":13609,"date":"2013-01-26T14:07:24","date_gmt":"2013-01-26T13:07:24","guid":{"rendered":"http:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/?page_id=13609"},"modified":"2013-01-26T14:07:24","modified_gmt":"2013-01-26T13:07:24","slug":"wie-fotografiert-man-digital-schwarzweis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/?page_id=13609","title":{"rendered":"Wie fotografiert man digital Schwarzwei\u00df?"},"content":{"rendered":"<p>Die Qual der Wahl welchen Film man in die Kamera einlegt, bleibt uns im Digitalzeitalter gl\u00fccklicher erspart, denn eine Digitalkamera zeichnet die Bilder generell mit den drei Farbkan\u00e4len Rot, Gr\u00fcn und Blau auf. Die ISO-Einstellung ist variabel, und zur Nachbearbeitung steht uns heute einiges an leistungsf\u00e4higer Software zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Ist die Fotografie damit den nun einfacher geworden? Kann nun jeder ohne Sachkenntnis gute Fotos machen? Ich denke diese beiden Fragen muss man eigentlich mit einem klaren Nein beantworten. Nat\u00fcrlich kann heute jeder mit einer Kompaktkamera oder einem Smartphone ein Motiv anvisieren und den Ausl\u00f6ser dr\u00fccken und bekommt ein richtig belichtetes und halbwegs scharfes Bild. Aber das ist keine Fotografie, das ist Knipsen, was uns zwar viele Erinnerungen beschert und ganz gewiss auch einen gewissen Informationsgehalt besitzt, aber mit Fotografie im k\u00fcnstlerischen Sinne wohl nur sehr entfernt zu tun hat. Die Masse an mittelm\u00e4\u00dfigen bis schlechten Bildern flutet das Internet und begr\u00e4bt zum Teil das Interesse an wirklich guten sehenswerten Bildern.<\/p>\n<p>Hierbei kommt auch das gute &#8218;alte&#8216; Schwarzwei\u00dfbild unter die R\u00e4der, dabei bietet sich gerade hier die Chance zur R\u00fcckbesinnung auf die wesentlichen Elemente der Fotografie: Licht, Schatten, Formen, Perspektive und Linenf\u00fchrung. Ohne Farben ein Bild zu machen, das trotz seiner Zweidimensionalit\u00e4t in der Lage ist r\u00e4umliche Tiefe zu erzeugen und den Betrachter zu fesseln, das ist die Fotokunst, die viele Fotografen in fr\u00fcheren Zeiten perfekt verstanden. Den Blick f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten des Motivs und die Beherrschung der Technik m\u00fcssen wir erst wieder neu erlernen. Wer die Schwarzwei\u00df-Fotografie sicher beherrscht, wird sich anschlie\u00dfend auch der Farbfotografie viel bewusster n\u00e4hern.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte ich aber auf die Frage eingehen, wie man es denn nun angeht mit der Schwarzwei\u00dffotografie. Es gibt grob gesehen zwei M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<ol>\n<li>Man nimmt ein Farbbild wandelt es mit der entsprechenden Software (z.B. Photoshop) in Schwarzwei\u00df um, versucht dabei die Gewichtung der Farben und den Kontrast zu optimieren und fertig ist das Schwarzwei\u00dfbild. Diese Methode habe ich bei den anf\u00e4nglichen Bildern dieses Blogs angewandt und werde es sicher noch \u00f6fter tun, wenn ich den Eindruck habe, dass das eine oder andere Bild das Zeug zum guten Schwarzwei\u00dfbild besitzt.<\/li>\n<li>Die eigentlich richtige Vorgehensweise ist nat\u00fcrlich, von vorne herein Schwarzwei\u00df zu fotografieren, weil man dann am Kameradisplay einen ersten Eindruck erh\u00e4lt, ob das sp\u00e4tere Bild \u00fcberhaupt die gew\u00fcnschte Wirkung erreichen kann. Nun besteht Schwarzwei\u00dffotografie nicht nur aus Kameraeinstellung und Ausl\u00f6sung, denn ohne einen feinf\u00fchligen Bearbeitungsprozess gibt es zun\u00e4chst mal nur farblose Bilder, deren Betrachtung eher erm\u00fcdend und langweilig ist, wird eine Schwarzwei\u00dfbild eben nur ein Bild dem die Farbe fehlt. Diese k\u00fcnstlerische Nachbearbeitung beherrscht keine am Markt erh\u00e4ltliche Kamera, und deshalb ist es wichtig, vom Shooting so umfangreiches Rohmaterial wie nur m\u00f6glich mitzubringen. Wer also heute bewusst Schwarzwei\u00df fotografieren will, stellt seine Kamera so ein dass sie gleichzeitig eine RAW-Datei (Rohdaten) erzeugt, die nat\u00fcrlich in Farbe ist sowie zur Gestaltung am Display und zur ersten Erfolgskontrolle eine JPG-Datei in Schwarzwei\u00df. Das eigentliche Schwarzwei\u00dfbild wird dann z.B. in Photoshop Lightroom aus der RAW-Datei erzeugt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Damit sind wir wieder an einem Punkt angelangt, in den beide Herangehensweisen wieder vereint sind. Bei der &#8222;Entwicklung&#8220; der RAW-Datei kann man zun\u00e4chst einfach auf Schwarzwei\u00df umschalten, dann gibt es die M\u00f6glichkeit verschiedene Farbbereiche heller oder dunkler darzustellen, die Anpassung der Gesamthelligkeit und des Kontrastes sind weitere Schritte, die folgen. In Photoshop CS gibt es zwei Tools zur Erstellung von Schwarzwei\u00dfbildern, derer man sich auch bedienen kann, vor allem wenn ausschlie\u00dflich ein farbiges JPG vorliegt: Der Kanalmixer oder das Schwarzwei\u00dfwerkzeug. Im Schwarzwei\u00dfwerkzeug werden einige Filtersimulationen angeboten, deren man sich bei der analogen Schwarzwei\u00dffotografie gerne bedient hatte, wie z.B. Gelb-, Rot- und Gr\u00fcnfilter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/?page_id=13571\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/georg-dahlhoff.eu\/blogmedia\/\/2012\/10\/Banner_RAW_SW_300.jpg\" alt=\"Von der RAW-Datei zum Schwarzwei\u00dfbild\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a>Es gibt also viele Wege zum guten Schwarzwei\u00dfbild, und es hindert uns niemand daran, alle dieses Wege je nach Situation zu gehen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich auf meinen Artikel\u00a0<strong>Von der RAW-Datei zum Schwarzwei\u00dfbild<\/strong>\u00a0hinweisen. Hier sind beispielhaft die Bearbeitungsschritte von den Kamera-Rohdaten bis hin zum fertigen Schwarzwei\u00dfbild mit den entsprechenden Bildern beschrieben.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch diesen Gedanken anf\u00fcgen: Auch wenn es hervorragende Fotografen gibt, die sich ausschlie\u00dflich auf Schwarzwei\u00df konzentrieren, so sollte man die Frage, ob Farbe oder Schwarzwei\u00df, nicht zum Dogma machen. In der Kunst ist letztendlich alles Geschmacksache, und was f\u00fcr den einen hohe Kunst ist, mag vielen anderen vielleicht \u00fcberhaupt nicht gefallen. Wichtig ist, dass jeder der fotografiert seinen pers\u00f6nlichen Stil findet und sich darin weiterentwickelt. Um das zu honorieren, sollte man beim Betrachten eines Bildes ruhig mal versuchen sich in die Sichtweise eines Fotografen hinein zu denken, auch wenn ein vorliegendes Bild nicht immer den eigenen Vorstellungen entspricht. Kunst braucht Freiheit und Toleranz, dann kann sie sich auch entwickeln.<\/p>\n<p>In diesem Sinne: Gut Licht!<\/p>\n<p>Georg Dahlhoff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Qual der Wahl welchen Film man in die Kamera einlegt, bleibt uns im Digitalzeitalter gl\u00fccklicher erspart, denn eine Digitalkamera zeichnet die Bilder generell mit den drei Farbkan\u00e4len Rot, Gr\u00fcn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-13609","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13609\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/georg-dahlhoff.eu\/monochrome\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}