Erste Ausfahrt mit dem Twion

Skulpturen „Einhörner und Widder“ am Rheinufer in Bingen – Bild Nr. 201501010231 (Archivbild)

Bingen am Rhein – Heute Vormittag haben meine Frau und ich die Gelegenheit für einen Spaziergang (für mich Spazierfahrt) genutzt. Zum ersten Mal kamen dabei meine Zusatzantriebe (Twion von Fa. Alber GmbH) zum Einsatz. Wir sind vom Anleger der Autofähre das Rheinufer entlang bis zur Mündung der Nahe gegangen/gefahren, dann ein paar hundert Meter an der Nahe entlang, um danach in Höhe der Basilika St. Martin in die Stadtmitte abzubiegen. Wir waren auf dem Bürgermeister-Neff-Platz und haben uns dann über den Speisemarkt wieder hinunter zum Rheinufer begeben, um von dort aus zum Auto zurückzukehren.

Der Weg durch die Stadtmitte wies einige Steigungen und Gefälle auf, so dass meine neuen Antriebe einmal so richtig zeigen konnten, wozu sie in der Lage sind. Ich muss sagen, dass es für mich eine rundum entspannte Fahrt war. Kraft war hier nicht mehr gefragt, sondern einfach nur noch Geschicklichkeit. Mit den Twion Radnaben-Antrieben läuft natürlich nicht alles wie von selbst. Etwas fahrerisches Können und Erfahrung braucht man schon um den Rollstuhl sicher über Bordsteinkanten oder einen Bahnübergang zu bewegen, aber all das bedeutet keine erhöhte Kraftanstrengung mehr. Zwar war ich permanent in Bewegung, was ja auch Sinn der Sache ist, aber es galt nur durch die Bedienung der Greifreifen im richtigen Moment Impulse für die Motoren zu geben. Lediglich das präzise Geradeausfahren ist immer noch eine Herausforderung, aber dazu muss man die Antriebe erst einmal richtig kennenlernen, und ich finde, dass es mir von Kilometer zu Kilometer besser gelingt.

Entspanntes Rollstuhl fahren zusammen mit meiner Frau, die zu Fuß unterwegs ist, ohne ihre Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen und ohne sie auszubremsen, das hatte ich mir, seit ich auf Mobilitätshilfen angewiesen bin, immer gewünscht, und ich bin sehr glücklich, dass dieser Wunsch jetzt in Erfüllung gegangen ist.