Der Rolli muss ins Auto! – Was nun?

Starrrahmenrollstuhl im Fiat Punto – Bild Nr. 201807201140

Eigentlich war ich ja der Meinung, ich hätte einmal das perfekte Auto für mich gekauft. Was war ich doch glücklich, als ich eine Mercedes C200 Limousine mein eigen nennen konnte? Zugegeben, ich mag das Auto immer noch sehr gerne, bietet es doch einen hervorragenden Fahrkomfort und viel Sicherheit. Aber dann kam es so, dass ich einen Rollstuhl brauchte und damit begann die immer brennender werdende Frage: Wie verstaue ich den optimal in meinem Auto? Ist das überhaupt noch das richtige Auto für mich?

Solange ich mit einem Faltrollstuhl unterwegs war, war es noch relativ einfach. Kofferraum auf – Rolli zusammenfalten – rein in den Kofferraum – Klappe zu, und alles war perfekt. Eine Reisetasche fand auch noch auf dem Rücksitz Platz. Aber was war, wenn ich im Kofferraum sperriges unterzubringen hatte. Nun dann habe ich vom Rolli die Räder abmontiert und diese zusammen mit dem Sitzkissen auf den Rücksitz gelegt. Der zusammengefaltete Rest des Stuhl fand dann zwischen der Rückbank und der Beifahrer-Rückenlehne Platz. Das war schon eine ganz schön aufwändige Prozedur, absolut nicht anwenderfreundlich, aber es ging immerhin.

Nun habe ich einen Starrrahmenstuhl, der sich, weil solider, viel besser fahren lässt. Hier muss ich, egal wohin ich ihn in mein Auto packe, die Räder abnehmen. Das ist bei einem Rollstuhl zwar kein großer Akt, aber auch die Räder wollen auch untergebracht sein. Zwar kann ich den gesamten Stuhl auf diese Weise immer noch im Kofferraum verschwinden lassen, aber eben mit mehr Aufwand.

Nun kam mir der Gedanke, ich könnte doch mal unseren alten Fiat Punto ausprobieren. Allerdings ergibt sich da das Problem, dass dann wenn ich die Rücksitzbank umklappe, kann ich den Rücksitz nicht mehr weit genug nach hinten schieben, und das muss ich bei meinen 1,86 m nun mal machen. Also habe ich mir folgendes überlegt: Das Auto wird in erster Linie als Lastesel zum Einkaufen, oder um mal Kleinigkeiten zu transportieren genutzt. Die hintere Sitzbank wird nicht mehr gebraucht, also baue ich die Sitzfläche doch einfach aus. Da diese nur an zwei Schrauben befestigt war, war sie schnell demontiert, die Rückenlehnen habe ich dann ganz normal herunter geklappt, und schon entstand ein recht großer Raum, der sich bequem durch die Heckklappe be- und entladen lässt. Den Rolli konnte ich einfach hinten rein stellen und es ist rundherum noch genug Platz für einen großen Einkauf oder umfangreiches Reisegepäck. Warum bin ich nicht schon eher darauf gekommen?

Zwar fehlen dem alten Fiat Punto einige für mich wichtige Ausstattungsmerkmale wie Automatik, Tempomat und Freisprecheinrichtung sowie diverse andere Annehmlichkeiten, die mir das Fahren langer Strecken erleichtern. Aber für die kurzen und mittleren Fahrten in der Freizeit, tut der sparsame Kleinwagen, den ich trotz Schaltung und Kupplung immer noch fahren kann, durchaus gute Dienste. Somit bleibt der Mercedes in Zukunft wohl am Wochenende öfter mal in der Garage stehen. Für die Zukunft sollte ich mir mal Gedanken über ein passenderes Auto machen.

2 Kommentare

  1. ui jaa..

    das sind alles so Dinge an die man vorher nicht denken kann
    musst dir einen Hänger anschaffen 😉 ( nicht ernst gemeint )
    der Fiat für kurze Strecken ist ja auch ganz gut weil sicher auch etwas sparsamer

    liebe Grüße
    Rosi

    1. Nun, zum Glück ist es ja so, dass ich bis jetzt immer noch alles in mein Auto hineinbekommen habe. Aber bei Einkaufstouren und Fahrten in der näheren Umgebung ist das mit dem Fiat wirklich praktisch. 1,5 Liter weniger Verbrauch sind natürlich auch ein Argument, wobei die Einbuße an Fahrkomfort schon enorm ist. 😉

      LG, Georg

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