Auf dem Pedelec nach Mainz und zurück

Auf dem Radweg von Gau-Bischofsheim nach Bodenheim – Bild Nr. 20180630_095940 (Smartphone)

Rheinhessen – Es ist ein herrlicher Samstag Vormittag, die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. Es ist warm aber die Luft ist nicht allzu feucht. Ein angenehmes Klima um mich mal wieder auf mein Fahrrad zu setzen und die Freiheit auf zwei Rädern zu genießen. Auch wenn ich wegen meiner Spinalparalyse längst zum Rollstuhlfahrer geworden bin, so funktioniert das Radfahren, zumal mit Hilfsmotor, immer noch recht gut. Der Kondition tut’s gut und die Beine degenerieren nicht gänzlich.

So hatte ich mir heute mal wieder vorgenommen nach Mainz zu fahren. Ein festes Ziel hatte ich nicht, aber heute ist mal wieder der Weg das Ziel. So habe ich zunächst den Radweg von Mommenheim Richtung Gau-Bischofsheim auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke genommen, bin dann nach Bodenheim abgebogen und habe die Fahrt durch die Felder, die größtenteils bergab ging, genossen.

Bodenheim: Pfarrkirche St. Alban – Bild Nr. 20180630_102117 (Smartphone)

In Bodenheim habe ich noch eine Abstecher zur Pfarrkirche St. Alban, dem Wahrzeichen Bodenheims, gemacht, bevor es dann in die Rheinebene durch das Gewerbegebiet und danach durch den Bodenheimer Polder weiter nach Mainz-Weisenau ging. Beeindruckend ist die Autobahnbrücke bei Mainz-Weisenau über den Rhein. Es macht Spaß die Brücke, die ich schon oft in der Hektik des Berufsverkehrs überquert habe, ganz entspannt von unten zu betrachten.

Mainz: Die Weisenauer Brücke (A60) über den Rhein – Bild Nr. 201806301687

Hinter der Autobahnbrücke führt der Radweg zunächst durch ein wenig einladendes Industriegebiet, aber da war ich schnell durch und schon ging es weiter am Rhein entlang. Ein kleiner Schwenk hoch auf die Fußgänger- und Radfahrerbrücke, über die Eisenbahn und die B9 am Tanzplatz, lohnt sich immer. Hier gibt es den schönsten Ausblick auf die Mitte des Stadtteils Weisenau mit der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt.

Mainz Weisenau – gesehen von der Fußgänger-/Radfahrerbrücke am Tanzplatz – Bild Nr. 20180630_111018 (Smartphone)

Ist erst einmal die Südbrücke mit ihren mächtigen Brückentürmen erreicht, geht die Fahrt entspannt am Winterhafen entlang über die alte Drehbrücke, vorbei an Fort Malakoff Richtung Stadtmitte.

Mainz: Südliche Eisenbahnbrücke über den Rhein – Bild Nr. 20180630_111707 (Smartphone)

Am Fischtorplatz, der so heißt weil sich hier früher ein Stadttor befand vor dem im Mittelalter ein Fischmarkt abgehalten wurde, bietet der Brunnen einen erfrischenden Anblick. Von hier aus lässt sich auch ein Blick auf den  tausendjährigen Dom St. Martin und den Liebfrauenplatz erhaschen, auf dem u.a. samstags der Wochenmarkt stattfindet.

Der Fischtorbrunnen – Bild Nr. 201806301689
Mainz: Blick vom Fischtorplatz zum Dom – Bild Nr. 201806301691

Weiter geht es unter der Theodor-Heuss-Brücke hindurch bis zur Kaiserstraße. Hier verlasse ich das Rheinufer und fahre bis zur evangelischen Christuskirche, einem imposanten Kuppelbau, der Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Diese steht an der Schnittstelle zwischen dem Bleichenviertel und der Neustadt inmitten der Grünanlage welche durch die gesamte Kaiserstraße verläuft. Vor der Christuskirche erfrischt der Hans-Klenk-Brunnen, der nach dem Mainzer Unternehmer Hans Klenk, Gründer der Fa. Hakle und Sponsor des Brunnens, benannt wurde.

Mainz: Theodor-Heuss-Brücke – Bild Nr. 201806301692
Mainz: Ev. Christuskirche auf der Kaiserstraße – Bild Nr. 20180630_114456 (Smartphone)

Nicht weit von der Christuskirche entfernt befindet sich die neue Mainzer Synagoge. So bin ich noch ein paar hundert Meter weiter die Hindenburgstraße entlang gefahren und habe an diesem wohl außergewöhnlichsten modernen Mainzer Bauwerk halt gemacht. Es ist nicht so einfach diese Synagoge  als ganzes zu fotografieren, deshalb habe ich mich hier eines Archivfotos aus dem Frühjahr 2011 bedient.

Mainz: Die Synagoge – Bild Nr. 201104164934 (Archivbild)

So habe ich also hier den Wendepunkt meines Ausfluges gesetzt, bin dann noch etwas weiter durch die Neustadt bis zur Goethestraße gefahren um dann auf Höhe des ehemaligen Zollhafens ein Stückchen die Rheinallee entlang zu fahren. An der Kunsthalle bin ich wieder zum Rheinufer abgebogen, welches ich an der alten Kaponiere wieder erreicht habe. Auf dem Rückweg habe ich mich dann auf der Mole am Winterhafen ein wenig gestärkt und bin dann aufgrund der günstigeren Topografie über Nackenheim und Nierstein zurück nach Mommenheim gefahren. Insgesamt war die Tour 55 km lang, eine schöne angenehm zu fahrende Tagesetappe, wie ich finde.

2 Kommentare

  1. Hallo Georg
    ich finde es prima, dass du so einen schönen Ausflug unternehmen kannst.
    Ich wünsche dir, dass du das immer mal wieder machen kannst.
    Es müssen ja nicht immer 55 km werden
    Viele Grüße
    Rainer

    1. Danke Rainer, solche Ausflüge mache ich immer mal wieder, und was die Streckenlänge angeht: Bis 70 km habe ich schon mehrfach geschafft.
      LG, Georg

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