Auf dem Leinpfad und im Wald

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Auf dem ehemaligen Leinpfad – Bild Nr. 201805150407

Oppenheim am Rhein – Da ich mich mit meinem kleinen Handbike (eigentlich ein Kindermodell) so langsam an die Möglichkeiten herantaste, wollte ich heute mal ausprobieren, wie es sich damit im Oppenheimer Wäldchen und auf dem alten Leinpfad unmittelbar am Rhein entlang fährt. So fuhr ich mit dem Auto in Oppenheim in die Fährstraße, habe dort geparkt und mein Gespann, Rollstuhl und Handbike, startklar gemacht.

Auf dem Leinpfad Richtung Strandbad – Bild Nr. 201805150408

Im weiteren Verlauf der Fährstraße bis zum Rheinufer ging es über asphaltierten Untergrund. Soweit war alles ganz einfach, aber dann ging es auf unbefestigten Wegen weiter und da interessierte mich, wie ich damit zurecht komme. In Ufernähe ist der Boden in erster Linie sandig, das könnte problematisch werden. Allerdings bestand der Weg aus ausgetretenen oder von Radfahrern ausgefahrenen Spuren zwischen denen Gras wuchs. Das kommt einem kleinen dreispurigen Gefährt nicht unbedingt entgegen, weswegen die Fahrt auf diesem Weg auch recht holprig war. Hier und da waren aufgrund des Regens der letzten Tage auch noch ein paar Pfützen und Schlammlöcher vorhanden. Diese waren aber weder groß noch tief, und so kam ich auf dem Untergrund mit etwas mehr als Schritttempo gut voran.

Strandbad Oppenheim – Bild Nr. 201805150412

Ziel war das Strandbad, welches ich dann auch zügig erreichte. Hier war gerade nicht viel los, aber die Badesaison steht uns ja noch bevor. Im Sommer bei schönem Wetter ist der Strand ein beliebte Ausflugsziel für Familien.

Strandbad Oppenheim – Bild Nr. 201805150413
Am Strand – Bild Nr. 201805150414

An den Kiesstrand hinunter bin ich allerdings nicht gefahren, denn da wäre ich mit meinen schmalen Reifen versunken. Eine breite Bereifung mit kräftigem Profil ist für einen Vorspann unbedingt zu empfehlen, wenn man nicht nur in der Stadt damit unterwegs ist.

Strandweg – Bild Nr. 201805150416
Alter Baum am Rheinufer – Bild Nr. 201805150417

So bin ich dem Weg bis zur Fährstraße erst einmal wieder zurück gefahren, vorbei am Hundestrand. Von dort kamen mir einige Leute mit ihren Hunden entgegen. Da der Anblick eines Handbikefahrers auch für Hunde nicht alltäglich ist, haben die mich natürlich auch erstmal genauer in Augenschein genommen. Es ist auch für mich noch etwas ungewohnt, große Hunde wie z.B. eine Deutsche Dogge in sitzender Perspektive auf mich zukommen zu sehen. 😉

Auf dem Weg zum Hundestrand – Bild Nr. 201805150418
Der Oppenheimer Hundestrand – Bild Nr. 201805150419
Alter Baum am Rheinufer – Bild Nr. 201805150420

Zurück an der Fährstraße habe ich mich dann entschlossen noch einen Abstecher in den Wald zu unternehmen. Die Wege in dem weitgehend ebenen Auwald waren weit aus komfortabler zu befahren als der Leinpfad am Rheinufer. Voraussetzung ist natürlich immer, dass der Boden nicht von starkem Regen oder abgelaufenem Hochwasser aufgeweicht ist. So habe ich heute wieder ein schönes Refugium für mein Handbikegespann und mich gefunden. Es gab keine wirklich kritische Situation und damit hatte ich wieder ein Experiment erfolgreich geschafft.

Bank mit Brennnesseln – Bild Nr. 201805150423
Im Wald – Bild Nr. 201805150427
Weg durch das Oppenheimer Wäldchen – Bild Nr. 201805150432